Android 4: Apps entwickeln mit dem Android SDK

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Android 4: Apps entwickeln

Apps entwickeln – darin soll ja die Zukunft liegen. Wenn ich mich im Google Play Store umschaue, dann sieht das nach schnell verdientem Geld aus: eine Million verkaufte Apps zum Einzelpreis von 1,99 Euro – knappe 2 Millionen Euro auf dem Konto. OK, 30% an Google, bleiben immer noch akzeptable 1,4 Millionen für mich.

Das ist ein ähnlicher Gedanke wie der, bei Youtube ein lustiges (Katzen-)Video einzustellen und damit untätig ein Vermögen zu machen. Diejenigen, denen das gelingt, kann man an einer Hand abzählen. Nehmen wir an, ich habe einfach Spaß am Programmieren und eine Idee, mein Handy und mein Tablet laufen mit Android 4 – zum Programmieren für Android-Anwendungen fehlen mir nur noch die kostenlose Entwicklungsumgebung und ein Buch, das mir die ganze Sache erklärt.

Das Buch Android 4: Apps entwickeln mit dem Android SDK verspricht mir die professionelle Entwicklung von Apps für Smartphones und Tablets, von der Idee bis zur Veröffentlichung in Google Play. Den Ideen scheinen keine Grenzen gesetzt, denn ich lerne wie ich GUIs erstelle, auf die Kamera zugreife, Multimedia abspiele, GPS und Bewegungssensoren nutze oder Datenbanken anspreche. Vorausgesetzt ich beherrsche die Grundlagen der Programmiersprache Java bereits. Da ist es hilfreich, dass auf der beiliegenden DVD das Kompendium “Java ist auch eine Insel” als openbook zu finden ist (html, im Druck über 1000 Seiten) – neben den Entwicklungsumgebungen Android SDK, Java SDK und Eclipse sowie 60 Beispiel-Apps und ein Probe-Kapitel des passenden Video-Trainings.

Anfängergerecht geht’s los mit den Grundlagen: auf knapp 20 Seiten erfahre ich was Android ist, wie das System entstand und wie es funktioniert. Direkt weiter zum ersten eigenen Projekt. Entwickler kennen den Klassiker “Hello World!”, der hier zu “Hallo Android!” wird. Nach 60 Seiten habe ich bereits das Kapitel “Apps in Google Play einstellen” erreicht. Grundlagen abgehakt, jetzt lerne ich wie ich meine Idee mit Telefonfunktionen, Widgets, GPS, Datenbanken, Kalender, Audio, Fotos und Video umsetze.

Über 400 Seiten Programmieranleitungen und Code, das darf nicht zu trocken geschrieben sein. Das können moderne Lehrbücher: den Leser persönlich ansprechen, stets gemäß der Phrase “da abholen, wo er steht”, hier und da sogar ein bisschen humorvoll, den Anfänger nicht überfordern, den Fortgeschrittenen nicht langweilen. Das gelingt Autor Thomas Künneth gut. Dabei setzt er als Stilmittel gerne meine Wissbegier voraus: “Vielleicht fragen Sie sich, was das Wort Plattform im Zusammenhang mit Android bedeutet.” / “Vielleicht fragen Sie sich, aus wie vielen Activities Hallo Android besteht.” / “Haben Sie bemerkt, dass die gesamte Programmlogik innerhalb der Methode onCreate() liegt?”

Wiederholen Sie die Schritte mit STEP OVER und RESUME so lange, bis n den Wert 1 hat. Nun führt Sie ein STEP OVER in die Zeile fib = 1;. Dies ist erwartetes Verhalten. Sie können die App deshalb mit RESUME fortsetzen. Da 0 die letzte zu verarbeitende Zahl ist, müsste der Fehler jetzt auftreten. Nachdem das Programm durch den Debugger angehalten wurde, führt STEP OVER zur Zeile fib = 1;. Dies ist falsch, denn eigentlich hätte der Ausdruck fib = 0; ausgewertet werden müssen.

Ich empfehle das Buch auf der ersten Seite aufzuschlagen und loszulesen, in kleinen Dosen Beispiele umsetzen und die Freude über die fehlerlose Ausführung eines Befehls genießen. Bloß nicht vorschnell durchblättern und willkürlich reinlesen – das kann abschreckende Wirkung haben. Hier kommt keine Seite ohne Code aus, kein Satz ohne fremdartige Attribute oder Activities.

Anfänger können sich leicht in manch knapp geratener Erklärung und programmierspezifischen Fremdwörtern verlieren – in jedem Fall sind abgesehen von der erwähnten Wissbegier auch Experimentierfreude und Geduld sowie der geübte Umgang mit dem Computer und Java-Kenntnisse Voraussetzungen für das erfolgreiche Arbeiten mit dem Buch.
Ich melde mich, sobald Ihr meine erste App kaufen könnt. Noch habe ich den Wunsch Millinär zu werden nicht vollständig begraben ;)

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