Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin | Empirie, Zitate und EDV

Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin | UTBWissenschaftliche Arbeiten sind Teil jedes Studiums, und sie folgen, wie die Wissenschaften selbst, festen Strukturen und strengen Regeln in Aufbau, Umfang und Darstellung. Als Student, gerade vor der ersten größeren wissenschaftlichen Arbeit, bekommt man es angesichts der Komplexität dieser Aufgabe leicht mit der Angst zu tun. Jeder Ratgeber, der diese Komplexität zu entwirren und strukturieren vermag – gerne in einfacher, hypotaxenarmer Sprache – ist herzlich willkommen.

Das Buch Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin hat den Anspruch, den Student an das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten heranzuführen, dem oft eine »klare Richtlinie zur Vorgangsweise in der empirischen Forschung und zum Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten« fehle. Dem entgegenwirken soll diese »Hilfestellung vor allem in einer vereinfachten Darlegung der elementaren Grundlagen und in der praktischen Veranschaulichung einzelner Schritte des empirischen Forschens«. Es vermittle dabei methodische Grundlagen, ein »eingehendes Studium« der Literatur aus Methodik, Statistik, Wissenschaftstheorie und Experimentalwissenschaft wird dennoch empfohlen.

Trotz aller vom Autor im Vorwort betonten Einschränkungen geht Michael Trimmel sehr sorgfältig vor. Mit dem Problem beginnt er, dem Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Arbeit: die Wissenslücke, die gefüllt werden will. Im Rahmen der »Zielsetzung der Forschung« werden die grundlegenden Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, besondere Berücksichtigung finden die Empirie und die empirischen Untersuchungen in der Praxis, die formalen Anforderungen an die Arbeit und die Richtlinien des Zitierens. Zum Schluss sind viele Beispiele für Manuskripte exemplarisch abgebildet (komplettes Inhaltsverzeichnis).

Einfach und unterhaltsam liest sich das alles nicht, es war zu befürchten – erschwert wird das in manchen Abschnitten noch durch die großzügige Verwendung von Kursiv- und Fettschrift. Aber die Erklärungen sind kompakt und klären alle Fragen, die sich zu Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit in Psychologie und Medizin stellen. Und wenn doch etwas unklar bleibt: das Literaturverzeichnis ist lang.

Kein Spaß, aber da muss man durch

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