Existenzgründung im Medienbereich

Voraussetzung, Positionierung, Honorare, Businessplan - und Krisen

Existenzgründung im Medienbereich

Eine Existenz zu gründen ist immer erstmal ein Kraftaufwand. Egal in welcher Branche, es geht darum, die berufliche Selbstständigkeit zu sichern. Ideenfindung, persönliche Planung und schließlich Gewerbeanmeldung, bei freien Berufen die Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt.

Letztere sind es, die im Medienbereich Platz finden – als einzelner Freiberufler, in einer freiberuflichen Gesellschaft, oder auch in einer gewerblichen Personengemeinschaft.
Wer die Selbstständigkeit in den Medien anstrebt und sich fragt, welche Gesellschaftsform die richtige ist, was es mit der Scheinselbstständigkeit auf sich hat, oder ob und wie man in die KSK kommt, findet in diesem Buch Antworten.

Das beginnt nämlich gleich mit den Wichtigsten Fragen und Antworten. Es folgt das Kapitel Voraussetzung, das die Grenzen vom Angestellten zum Selbstständigen definiert, dann wird die Idee geprüft und die Positionierung angesprochen – in den Mediensparten Design, Kultur, Journalismus und Text, Internet, PR oder auch Radio, Film und Fernsehen.

Wie das Geld reinkommt, was man also für seine Arbeit verlangen kann, klärt das Kapitel Honorare – mit einer tabellarischen Übersicht verschiedener Berufsgruppen im Stunden- und Tagessatz. Jetzt geht es darum, sich einen Namen und einen Ruf aufzubauen: das Marketing. Wichtig für den Gründer selbst und die Kreditgeber ist der Businessplan, weshalb auch ihm ein Kapitel gewidmet wurde. Nach der Klärung der Gesellschaftsform geht’s um Buchhaltung, Steuern und Recht.

Welche Versicherung in Frage kommt – mit Berücksichtigung der Altersvorsorge – wird ebenso geklärt wie das Wachstum und das Einstellen von Mitarbeitern – hier wird auch ganz klar definiert, was ein Mitarbeiter kostet und warum es keine gute Idee ist, nur nach Praktikanten zu suchen. Schließlich geht es auch ganz handfest nach dem Motto »worst case« um die Krisen – bis zur Insolvenz.

Klingt nach unheimlich viel, ist aber ganz knapp und konkret formuliert und so ist das Buch nur ca. 200 Seiten dick. Die Autorin Svenja Hofert ist gelernte Journalistin und arbeitet als Karriere-Coach für Freiberufler und Angestellte in der Medienbranche. Sie spricht in ihrem Buch genau die Dinge an, die mich interessieren – wer sich in den Medienberufen selbstständig machen will, hat mit diesem Buch einen idealen Ratgeber.

1 Kommentar

  1. Businessplan 23. Dezember 2007

    Das Buch ist wirklich gut. Tipps zu Existenzgründung und Businessplan behandeln wir auch auf unserem Gründernet Blog, VG, René

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