Durchstarten zum Traumjob | Richard Nelson Bolles nimmt die Angst vor der Jobsuche. Handbuch, Orientierungshilfe

Durchstarten zum Traumjob Richard Nelson Bolles Ich ging nie gerne auf Jobsuche. Nein, eigentlich hasste ich es. Bewerbungen schreiben und dann stundenlange Einstellungsgespräche durchstehen, die nicht selten einem polizeilichen Verhör gleichkamen. Ich hasste Chefs. Wenn nicht selbstständig dann gar nicht, aber leider geht das mit der Selbstständigkeit nicht von heute auf morgen – und Geld verdienen muss man ja trotzdem. Also sagte auch ich mir: so, jetzt schlägst du mal wieder die Zeitung auf oder suchst im Internet und siehst nach, was es da so an Gesuchen gibt.

Ganz der falsche Weg, fragt man Richard Nelson Bolles und seine Übersetzerin Madeleine Leitner. Suche im Internet: Erfolgsquote etwa 9%. Anzeigen in der Tages- oder Fachpresse beantworten: Erfolgsquote durchschnittlich 19% (»wenn man allein diese Methode wählt«).

86% Erfolg verspricht dagegen die im Buch propagierte WAS-WIE-WO-Methode: »Führen Sie eine lebensverändernde Jobsuche durch«. Dabei gilt es, zunächst die eigenen Fähigkeiten auszuloten (WAS). Für das WO dient das Bild einer Blume: »jede Blume hat eine Umgebungen, in der sie am besten gedeiht«. Letzter Punkt ist das WIE: favorisierte Aufgaben finden und benennen, entsprechende Jobs finden und die Namen der Person, die dich einzustellen vermag, herausfinden.

Der Autor und seine deutsche Bearbeiterin, die man aufgrund ihrer selbstständigen Recherche für den deustchen Arbeitsmarkt auch als Coautorin bezeichnen könnte, geben sich größte Mühe, das ungeliebte Thema Jobsuche attraktiv darzustellen. Vor allem wird der verzerrte Blickwinkel wieder gerade gerückt: klar, der Arbeitssuchende braucht einen Job. Aber auch der Arbeitgeber braucht einen Angestellten. Beide brauchen einander.
Das Argument »es gibt keine freien Stellen« widerlegen sie rechnerisch und logisch.

Im Laufe des Buches wird (mehr locker erzählt denn trocken erklärt) wie die Arbeitgeber Personal suchen, wie man Berufe wählt und wechselt, auch welche Schwierigkeiten die Existenzgründung mit sich bringt und – wie der Titel verspricht – was zu tun ist, um den eigenen Traumjob zu finden. Kurz aber intensiv angerissen wird das wirkungsvolle Verhalten im Vorstellungsgespräch und bei den Gehaltsverhandlungen. Zuletzt zeigt das Buch Wege aus der Arbeitslosigkeit. Die rosa eingefärbten Seiten des Anhangs erleichtern den Gang zum Karriereberater und halten auf über 60 Seiten Adressen, Tipps und Informationen bereit.

Ich hätte nie gedacht, das Thema Jobsuche derart unterhaltsam und lehrreich (und mutmachend, aufklärerisch, originell) dargestellt werden kann wie es in diesem Buch geschieht. (wer dies auch fürs Bewerbungsschreiben sucht, dem empfehle ich die Herren Püttjer & Schnierda.
Ideal für alle, die auf der Suche sind und die negative Einstellung umkrempeln wollen.

Es gibt immer freie Stellen … so bekommt man sie!

1 Kommentar

  1. Josef Weiß 23. Januar 2017

    Hallo,
    ich möchte gerne Ihre Erkenntnisse kennenlernen.
    Danke.
    Mit freundlichen Grüßen
    Josef Weiß

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