Harenberg Kulturführer Roman und Novelle

4000 Jahre Literatur: Autoren, Werke, Verfilmungen

Die Menschen lesen schon seit Tausenden von Jahren – fast 4.000 Jahre Literatur sind in diesem Werk vereint. Das ist nicht die einzige Zahl, mit der Meyers für seinen Kulturführer-Band ‘Roman und Novelle’ im Vorwort wirbt: die Anwesenheit von 360 Autoren, fast 500 Werken, 450 Fotos (Portraits und Werke), 90 Tabellen und 100 Infokästen ist auch erwähnenswert (seltsam – auf der Webseite steht es so: “Biografien von 380 Autoren und Besprechungen von über 800 Werken der Weltliteratur, mit ca. 500 meist farbigen Abbildungen”). Ich hab’s nicht nachgezählt.

Im Verlag ‘Bibliographisches Institut & FA Brockhaus AG’ sind noch zwei weitere, in Umfang und Inhalt ähnliche Werke erschienen: der ‘Brockhaus Literatur’ und das ‘Harenberg: Buch der 1000 Bücher’. Wie unterscheiden sie sich? Der Brockhaus ist als typisches Lexikon aufgebaut, zweispaltig mit 4000 Stichwörtern zu Schriftstellern, Autoren, Epochen und Werken. Beim ‘Buch der 1000 Bücher’ stehen die Werke im Mittelpunkt: 1000 Bücher werden analysiert und rezensiert, nach deren Autoren geordnet.

Auch die Gliederung der Werke nach Entstehung, Inhalt und Wirkung ähnelt stark diesem ‘Kulturführer’. Er scheint mir jedoch sowohl übersichtlicher als auch ausführlicher als das Vergleichsprodukt aus dem selben Haus. Auch ist dieses Buch speziell auf die Formen Roman und Novelle begrenzt.

Toll an dieser Literatursammlung ist die harmonische, übersichtliche Gestaltung. Weniger gut gefallen hat mir die manchmal bemüht umständliche Schreibweise der Artikelautoren. Jedes Schriftstellerkapitel beginnt mit einer kurzen Typologie, es folgt ein biografisches Element sowie die 1 bis 5 wichtigsten Romane und Novellen. Auch auf eventuelle Verfilmungen wird, oft auch mit großer Abbildung, eingegangen.

Für alle leidenschaftliche Leser eine spannende Quelle lesenswerter Klassiker, für Literaten und Literaturwissenschaftler eine Übersicht über herausragende Vertreter verschiedener Stilrichtungen und Epochen. Bei mir hat es seinen festen Platz auf dem Nachttisch gefunden.

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