Chemie für Mediziner

Auch für Studenten die das Fach nicht lieben - bunt, übersichtlich, praxisnah

Wer Medizin studiert ist nicht zwangsläufig ein Fan von Chemie - den Schein holen muss man trotzdem. Die Verantwortlichen des Buchs Chemie für Mediziner scheinen sich über diese Zwickmühle Gedanken gemacht zu haben und sorgten für ein buntes, bilderreiches und übersichtliches Layout, das beim ersten Aufschlagen positiv zu überraschen weiß und die unmutige Stimmung schnell vertreibt.

Die Autoren Carsten Schmuck, Bernd Engels, Tanja Schirmeister und Reinhold Fink sprechen manchem aus der Seele: »Sie werden sich vielleicht fragen: Warum muss man als Medizinstudent Chemie lernen? Anstatt etwas über Krankheiten und deren Behandlungen zu lernen, soll man sich mit chemischen Formeln und Reaktionsgleichungen beschäftigen?« Wieso die Medizin eine Menge mit Chemie zu tun hat, wollen sie von Anfang an vermitteln. Zu diesem Zweck stellen sie jedem Kapitel ein medizinisches Fallbeispiel voraus, das den unmittelbaren Zusammenhang zur Chemie zeigen soll und bemühen sich auch innerhalb der Kapitel um reichlich Praxis- und Alltagsbezug.

Anstatt die gesamte Stoffchemie zu beschreiben haben sie sich zudem auf jene Themen beschränkt, die für das Verständnis medizinischer Sachverhalte relevant sind (siehe Inhaltsverzeichnis) und haben das Buch so konzipiert, dass keinerlei Vorkenntnisse nötig sind, um dem Stoff folgen zu können. Spätere Kapitel, die Vorkenntnisse aus früheren Kapiteln erfordern, setzen einen entsprechenden Querverweis. Bunt aber schlicht hervorgehobene Merksätze und Übersichtstabellen erleichtern das Lernen, am Kapitelende erwarten den Leser entsprechende Übungsaufgaben und eine gute Zusammenfassung.Wer besonders großen Nutzen aus Übungsaufgaben zieht, findet weitere online auf pearson-studium.de, wo auch ein Zusatzkapitel zu den mathematischen Grundlagen bereit gestellt wurde.

Um es schließlich auch den Studenten zu erleichtern, deren Vorlesung gleichen Namens etwas anders verläuft als das Buch, werden die betroffenen Textstellen bereits im Vorwort »prophylaktisch« genannt - es wurde also scheinbar an alles gedacht. Vor allem daran, es Medizin- und Zahnmedizinstudenten (mit eventuell vorhandener Abneigung gegen das Fach Chemie) so einfach und angenehm wie nur möglich zu machen. Einfach toll!

Chemie für Mediziner
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corazon

von Lene Saile