Lexikon für Zahnmedizinische Fachangestellte | KiehlEs hat schon etwas sehr Seriöses, wie es so daliegt, das Taschenbuch. Wohl wegen der kalkuliert schulischen Umschlagsgestaltung. Die inoffizielle Medizin-Farbe hellblau vermengt mit plastischen Buchstaben und Bildern: eine Frau mit strengem Zopf, ein Mund hinter einer Tube Zahnpasta. Wer zahnmedizinischer Fachangestellter (ZFA) werden will, wird dieses Buch zu schätzen wissen, unattraktiver Umschlag hin oder her.

Scheinbar genauso viele Fachwörter wie der Zahnmediziner muss auch der ZFA beherrschen, Grundkenntnisse in Latein sind da kein Fehler – und selbst wenn man Begriffe wie »Parotitis epidemica« oder »Rhaphe palationa« kennt und aussprechen kann, kommen dazu noch Abkürzungen wie GEK (Schwäbisch-Gemünder-Ersatzkasse!) und unzählige Vor- und Nachsilben.

Größere Gebiete werden in Tabellen dargestellt (wie die Röntgen-Begriffe). Abbildungen sind nur vorhanden, wenn sie für das bessere Verständnis sinnvoll sind – es sind sehr wenige. Das jeweils erste und letzte Stichwort einer Doppelseite ist oben am inneren Blattrand platziert, was das Suchen etwas erschwert. Da die Begriffe knapp aber ausreichend erklärt sind, passen auf 311 Seiten über 4.000 Stichworte – mehr bieten die Konkurrenz-Werke auch nicht.

Zweckdienlich schlicht, günstig im Preis und reichhaltig im Inneren – zumal die Begriffe nicht nur übersetzt, sondern auch unmissverständlich erklärt werden.

Damit’s mit dem Zahnarzt klappt.

  • SchlagworteAusbildung

Die Fernsehserie – immer zur selben Zeit am selben Tag, mit festen Charakteren, zur Identifikation und Abschreckung, voll Moral oder Antimoral, Abenteuer und Alltagsbewältigung. Serien sind Erfolgsgaranten und haben schon so manchen Sender aus dem Quotentief oder gar vom Sender-Einerlei in die erste Reihe geholt (wie etwa 21 Jump Street beim US-Sender FOX). Klar, dass (gute) Autoren für diese Fernsehnische immer gesucht sind.

Wie die Branche aussieht, soll uns dieses Buch zeigen. Geschrieben von Georg Feil, einem Dozenten der HFF München und Drehbuchschreiber (was er »der Vollständigkeit halber« auch nicht müde wird zu erwähnen) führt Fortsetzung folgt den Leser von den etablierten Serienstoffen (und deren Geschichte und Vertreter) über das aktive Schreiben eines Seriendrehbuchs bis zum Einstieg in den Beruf.

Das ist für alle, die Drehbuchschreiben für die Serie ernsthaft in Betracht ziehen, eine spannende Einführung. Es irritiert lediglich die Angewohnheit des Autors alles in Klammern zu setzen, auch Abschnitte wo keine Klammern sein müssten oder hingehören, was ich mal als künstlerische Freiheit auslege. Auch mit Ausrufezeichen geht Georg Feil gerne um, und immer wieder taucht ein Ausdruckauf, den ich gar nicht mag: das elitär wirkende »sic!«. Und dann sind mir als Serienseher doch tatsächlich kleinere Recherchefehler aufgefallen: z.B. habe Bill Cosby in der »Bill Cosby Show« »zwei wunderbare Kinder« – als ich das letzte Mal nachgezählt habe, variierte die (leibliche) Kinderzahl zwischen vier in der ersten Staffel und fünf in den anschließenden Staffeln. (sic!).

Trotz kleiner Schwächen hält dieses Buch vor allem für Einsteiger tolle Tipps bereit und regt an, sich einige der genannten Serien-Geheimtipps auf DVD auszuleihen (nicht nur zu Studienzwecken), und – natürlich, denn darum geht’s ja – das erste eigene Serienkonzept auszuarbeiten.

Ich schreibe die nächste “Lindenstraße”!

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