Einstieg in osCommerce/xt:commerceEine gute Geschäftsidee braucht man immer. Möchte aber in einer Einkaufsstraße einen Laden mieten, muss die Geschäftsidee schon einiges hermachen, um die Ausgaben zu rechtfertigen. Stichwort: Businessplan. Eine andere – oder aber auch parallel zum Ladengeschäft mögliche – Variante ist, einen Online-Shop im Internet zu eröffnen. Vorteil: Günstig, ja sogar kostenlos, wenn gebührenfreier Webspace und kostenlose Shop-Software genutzt wird. Nachteil: Eine Einkaufsstraße gibt’s hier nicht. Damit Besucher und somit potentielle Käufer ihren Weg hierher finden, sei es zufällig oder absichtlich, müssen viele Hebel in Bewegung gesetzt werden, die höhere Kenntnisse des Mediums Internet erfordern. Wer hier kein Autodidakt mit viel Zeit ist, muss – selbst wenn er das Shopsystem zum laufen bekommt – spätestens bei der Suchmaschinenoptimierung auf professionelle Hilfe zurückgreifen.

Für Autodidakten mit entsprechenden Grundkenntnissen ist das Buch ‘Einstieg in osCommerce/xt:commerce’ eine günstige Hilfe. Es beginnt mit einer langen, anfängergerechten Einführung, die die Grundlagen des E-Commerce erklärt und einen Überblick über die Geschichte und die Möglichkeiten der beiden Systeme bietet. Nach Abschluss der Installation und einem ersten “Reinschnuppern” folgt das Kapitel “Shopsystem einrichten”, welches den größten Teil des Buches ausmacht und parallel beide Shopsysteme behandelt. Knapp 20 Seiten Anpassung (nur grundlegende Funktionen) und eine Auflistung von Contributions (Erweiterungen zu osCommerce) folgen. Schließlich geht der Autor auch auf die Anbindung an WaWi-Systeme und die Integration in CMS ein. Das Kapitel “xt:Commerce in der Praxis” versucht auf den letzten Seiten noch mal die zahlreichen optischen Möglichkeiten herauszuholen – gut, dass es dazu mit ‘xt:commerce 3′ bald ein eigenes Werk gibt. Auch die “Rechtlichen Aspekte” werden angesprochen. Auf CD sind beide Shopsysteme, XAMPP, das WaWi-System CAO-Faktura, HTML-Editoren sowie einige Trial-Programme enthalten.

Warum werden aber zwei Systeme in ein Buch gestopft? Ähnlich wie bei den CMS Mambo und Jooma baut das eine System auf das andere auf und ist somit in vielen Details identisch oder zumindest sehr ähnlich. Wie beim CMS Joomla wird auch xt:commerce immer beliebter als sein Vorgänger. Diese Entwicklung verfolgt der Leser aber am besten nach der Lektüre dieses Buches auf den entsprechenden Online-Foren weiter – hier findet er sich übrigens auch bei allen möglichen Fehlermeldungen und sonstigen Problemen zwangsläufig wieder. Für zeitlich sehr flexible Neulinge im Thema Shopsystem, jedoch nicht für Neulinge im Thema Internet (HTML und System) und Programmierung gedacht.

Shopsysteme verstehen, installieren und anwenden

  • SchlagworteMarketing

Leitfaden Online-PRDas Internet ist nicht das “neue Medium”, wie es noch immer gerne genannt wird. Es ist ein Multimedium, oder sogar ein “Hypermedium”, wie Werner Bogula sagt, das alle anderen Medien in sich vereint – “One brand all media” – und nebenbei ständig neue Kommunikationsformen erschafft. Nicht der Elitär-Journalismus hat die größte Macht auf die Massen – hier publiziert jeder und plaudert und kritisiert und beeinflusst damit Tausende, auch in ihrer Kaufentscheidung. Ein Grund, diese stark meinungsbildenden, aber immer noch unterschätzten Stimmen sehr viel ernster zu nehmen.

Auf diese scheinbar anarchischen Verhältnisse müssen sich die PR-Manager einstellen, weshalb sich eine ganz neue Ausbildungs- und Fortbildungsrichtung herauskristallisiert. Denn hier wird nicht länger nur mit Journalisten kommuniziert – hier kommuniziert der Konzern auch direkt mit dem Endverbraucher.

Mit einer verschmitzten und einer ernsten Gesichtshälfte präsentiert sich der Autor auf Seite 1, und scheint sagen zu wollen, er bringe dem Leser das nötige Wissen schon bei. Und das macht er auch: Schon die Einleitung gibt einen Eindruck davon, dass das Internet, und gerade die Elemente des so genannten Web 2.0, vielfältig und mächtig sind. Werner Bogula steckt die Zielgruppen der Online-PR ab und erklärt die Rezeptionssituation des Internets, behandelt am Rande die Darstellungsmöglichkeiten der Unternehmenswebsite und deren Pressebereich, zeigt welche Form Online-Texte haben und welche Bedeutung den “Headlines” zugemessen wird.

Große Themen sind die E-Mail-Kommunikation samt Newsletter sowie natürlich die Pressemitteilungen. Und damit die Produkte auch gefunden und gelesen werden, spielen Suchmaschinen-Marketing, Umfragen und Bewertungsysteme eine Rolle. Schließlich geht der Autor auf die Entwicklungen des Web 2.0 ein, Podcasts, RSS-Feeds und Blogs, und bietet einen knappen Ausblick auf die Zukunft.

Über jedes der angesprochenen Kapitel ließe sich mit Leichtigkeit ein eigenes Werk schreiben, weshalb dieses Buch auch nur eine Einführung sein will. Dies ist dem Autor nicht zuletzt dank der reichen Bebilderung und den zahlreichen Beispielen wunderbar gelungen.

Wie funktioniert Online-PR? Hier steht’s geschrieben!

  • Schlagworte